Schon gehört: Duftmarketing?

Andrea Zinober informiert: News zum Duftmarketing

Düfte selbst sind als eingetragene Marke nach der derzeitigen Rechtslage nicht schützbar.

Der Name eines Parfüms, auch Verpackung oder Flacon können natürlich als Marken registriert werden und stellen einen hohen Unternehmenswert dar. Die Nachahmung dieser Verpackungen und Flacons wurde vom EuGH schon in einer Entscheidung aus 2009 (L’Orèal v Bellure) als unlautere Ausnutzung der Unterscheidungskraft und Wertschätzung einer Marke angesehen und ist auch nicht als zulässige vergleichende Werbung anzusehen.

mcoeNun wurde auch Anbietern von „smell-alikes“, die oft das äußere Erscheinungsbild eines Parfums gar nicht imitieren, sondern nur Vergleichslisten führen, in denen Parfums aufgezählt sind, die sozusagen „duften wie“ ein Riegel vorgeschoben. Auf Antrag von Chanel hat ein Gericht in den Niederlanden festgestellt, dass auch solche Vergleichslisten eine Markenverletzung darstellen, wenn sie über das zulässige Maß der vergleichenden Werbung hinausgehen. Das ist bei Werbeaussagen wie „Sie werden keinen Unterschied merken, außer in ihrer Geldbörse“ wohl anzunehmen.